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DMDS

Dimethyl disulphide (DMDS)
CAS-Nr. 624-92-0


Dimethyldisulfid (DMDS) wird in Ölraffinerien als Sulfidierungsmittel und in der petrochemischen Industrie als Hilfsstoff im Prozess der Erdöldestillation eingesetzt. Weitere Verwendungsgebiete sind der Gebrauch als Laborchemikalie und als Ausgangsstoff für die Synthese anderer Chemikalien (DMDS fungiert in diesem Fall als sog. Zwischenprodukt). Darüber hinaus soll er als neuer Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln eingesetzt werden, der Bewertungsprozess im Rahmen der EU-Wirkstoffprüfung nach Richtlinie EU 1107/2009 ist im Moment aber noch nicht abgeschlossen. Dieser Einsatzbereich wird bei einer Stoffbewertung unter REACH nicht betrachtet.

DMDS wurde für eine Stoffbewertung ausgewählt, weil sich aus der quantitativen Risikobewertung (Verhältnis von rechnerisch zu erwartender Umweltkonzentration [PEC] und der Umweltkonzentration, unterhalb derer keine nachteiligen Effekte auf die Umweltorganismen zu erwarten sind [PNEC]) Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für die Umwelt ergeben. Als Ergebnis des Bewertungsprozesses schlagen die deutschen Bewertungsbehörden vor, die betroffenen Registranden aufzufordern weitere Informationen zu den Verwendungsbedingungen zu liefern. Dies ist notwendig, da die mit den Registrierungen eingereichten Informationen zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage ermöglichen, ob von der Verwendung des Stoffes ein höheres Risiko ausgeht als von den betroffenen Registranden vorausgesagt wurde.

Der Ausschuss der Mitgliedsstaaten stimmte dem Vorschlag im Februar 2016 im schriftlichen Verfahren zu, damit kann die ECHA die Entscheidung den betroffenen Unternehmen mitteilen. Diese müssen dann innerhalb der in der Entscheidung definierten Frist die geforderten Informationen vorlegen.