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Aufnahme weiterer 7 Stoffe auf die REACH Kandidatenliste

In sechs Jahren haben die Europäische Chemikalienagentur und die Mitgliedstaaten 151 Stoffe als besonders besorgniserregend identifiziert.

Am 16.12.2013 nahm die Europäische Chemikalienagentur sieben weitere Stoffe in die REACH Kandidatenliste auf. Damit sind es nun 151 Stoffe. Nach fünf Jahren waren bereits 138 Stoffe auf der Kandidatenliste. Denn 136 Stoffe auf der Liste im Jahr 2012 war das erklärte Ziel der EU Kommissare für Umwelt, Janez Potocnik, und Wirtschaft und Unternehmen, Antonio Tajani. Nachdem der Druck der EU-Kommission abnahm, sind 2013 nur 13 Stoffe dazugekommen.

Deutschland hatte den Weichmacher Dihexylphthalat wegen seiner fortpflanzungsschädigenden Eigenschaften vorgeschlagen. Damit gelten nun zwölf Chemikalien aus dieser Gruppe als besonders besorgniserregend. Ziel ist, alle fortpflanzungsschädigenden Phthalat-Weichmacher als besonders besorgniserregende Stoffe zu identifizieren. Das UBA fordert, dass solche Stoffe generell nicht in die Umwelt gelangen dürfen.

Ein Ziel von REACH ist, alle besonders besorgniserregenden Chemikalien schrittweise durch geeignete Alternativsubstanzen oder –technologien zu ersetzen. Dazu müssen solche Stoffe erkannt und in die Kandidatenliste aufgenommen werden.

Für Erzeugnisse mit Stoffe der REACH Kandidatenliste müssen Hersteller und Importeure ihren Informationspflichten nachkommen. Sind besonders besorgniserregende Stoffe in einer Konzentration über 0,1% in Erzeugnissen enthalten, müssen innerhalb der Lieferkette Informationen zu diesen Stoffen und zur sicheren Handhabung weitergegeben werden. Verbraucher können beim Händler, Hersteller oder Importeur nachfragen, welche besonders besorgniserregenden Stoffe der Kandidatenliste in einem Erzeugnis enthalten sind. Händler, Hersteller und Importeure müssen sie dann innerhalb von 45 Tagen kostenlos darüber informieren – unabhängig von einem möglichen Kauf. Am einfachsten lassen sich Anfragen über das Online-Tool oder mit Hilfe der Musteranfrage des Umweltbundesamtes stellen.

Ist der Stoff in den produzierten oder importierten Erzeugnissen in einer Konzentration über 0,1% enthalten und überschreitet insgesamt eine Mengenschwelle von einer Tonne, müssen Hersteller und Importeure dies sechs Monate nach Aufnahme der Stoffe in die Kandidatenliste bei der Europäischen Chemikalienagentur notifizieren. Ausnahmen davon bestehen, wenn die Stoffe bereits für diese Verwendung registriert wurden oder wenn die Freisetzung der Stoffe ausgeschlossen werden kann.

Weitere Informationen zur Kandidatenliste:
http://www.reach-info.de/kandidatenliste.htm

Die aktuelle Liste der besonders besorgniserregenden Substanzen (REACH Kandidatenliste) ist auf der Internetseite der Europäischen Chemikalienagentur zu finden:
http://www.echa.europa.eu/candidate-list-table

Informationen zu Weichmachern:
http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/weichmacher
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/phthalate


Online-Tool und Musteranfrage:
http://www.reach-info.de/auskunftsrecht.htm