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Die ECHA informiert über Bewertungsaktivitäten zu potenziell gefährlichen Stoffen

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) veröffentlicht seit März 2015 das Public Activities Coordination Tool (PACT) auf ihrer Homepage. Bisher waren dort nur Stoffe aufgeführt, für die eine RMOA (Risk Management Option Analysis – Analyse der Risikomanagement-Maßnahmen) durchgeführt wird. Seit April 2015 ergänzt die ECHA diese Liste regelmäßig um Stoffe, die Mitgliedstaaten auf mögliche Umwelt- und Gesundheitsgefährdung überprüfen. Zu den umweltgefährlichen Stoffen zählen die PBT/vPvB- und ED-Stoffe. PBT steht für persistent, bioakkumulierend und toxisch und bezeichnet Stoffe die lange in der Umwelt verbleiben, sich in Organismen anreichern und schädigend auf diese wirken. Die Endokrinen Disruptoren, oder ED-Stoffe, stören den Hormonhaushalt und/oder die Wirkung von Hormonen in Organismen, z.B. weil sie den körpereigenen Botenstoffen sehr ähnlich sind.

Mit der PACT-Veröffentlichung von potenziell gefährlichen Stoffen werden Informationen zu aktuelle laufenden Prozesse frei zugänglich. So werden auch die Prozesse, die zur Erfüllung der SVHC-Roadmap beitragen, für alle REACH-Akteure und die interessierten Bürgerinnen und Bürger transparenter. Die SVHC-Roadmap (SVHC – substance of very high concern – besonders besorgniserregende Stoffe) ist der gemeinsame Plan der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten, bis 2020 alle wichtigen SVHC-Stoffe zu erkennen und für diese geeignete Risiko-Management-Maßnahmen einzuleiten.

Die potenziell umweltgefährlichen Stoffe, die im PACT gelistet sind, werden in gezielten Recherchen anhand von Stoffeigenschaften und zusätzlichen Informationen zu Verwendung und Umweltexposition ausgewählt. Die PBT- und ED-Expertengruppe der ECHA dienen als wissenschaftliche Diskussionsforen für die Bewertung dieser Stoffe . Expertinnen des Umweltbundesamt vertreten Deutschland aktiv in den beiden Expertengruppen und präsentieren regelmäßig Bewertungsvorschläge für potentiell umweltgefährdende Stoffe, die z.B. als SVHC identifiziert werden sollen oder im Verfahren der Stoffbewertung bearbeitet werden. Die Expertengruppen diskutieren Fragen zu den teilweise sehr komplexen Bewertungen der PBT/vPvB- und ED-Eigenschaften von Stoffen. Das Mandat der Expertengruppen zur wissenschaftlichen Beratung betrifft folgende Punkte: (1) Gezielte Recherche nach gefährlichen Stoffen, (2) Entwicklung von Teststrategien, (3) Interpretation von Testdaten, Identifikation von Datenlücken und Bewertung weiterer Informationen zu P-, B-, T- und ED-Eigenschaften während einer Stoffbewertung, Dossier-Bewertung oder SVHC-Identifizierung. Die Ergebnisse der Bewertungen und der Diskussionen in den Expertengruppen fließen in die entsprechenden REACH-Prozesse ein.

Link zum PACT, Link zur PBT-EG, Link zur ED-EG, CoRAP, SVHC