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Startseite Zulassung / Beschränkung SVHC - Besonders Besorgniserregende Stoffe Kommentierung der aktuellen SVHC-Vorschläge Kontakt | Impressum
Kommentierung der aktuellen SVHC-Vorschläge (2014)

Dänemark möchte die vier Phthalate Benzylbutylphthalat (BBP), Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) und Diisobutylphthalat (DIBP) nach Art 57 f) der REACH-Verordnung als endokrine Disruptoren identifizieren. Die vier Stoffe sind bereits wegen ihren CMR-Eigenschaften als SVHC anerkannt und zulassungspflichtig. Phthalate werden als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt.

Schweden schlägt mit Cadmiumfluorid und Cadmiumsulfat zwei weitere karzinogene Stoffe vor. Wegen besonders besorgniserregender Eigenschaften sind bereits Cadmium, Cadmiumchlorid, Cadmiumsulfid und Cadmiumoxid auf die Kandidatenliste aufgenommen. Cadmiumfluorid wird nur in geringen Mengen in Europa verwendet, vorwiegend als Laborchemikalie und möglicherweise in fotoelektronischen Geräten. Cadmiumsulfat dient als Intermediat bei der Herstellung anderer Cadmiumverbindungen und als Laborchemikalie.

Zwei Vorschläge aus Österreich betreffen zinnorganische Verbindungen (DOTE und das Reaktionsgemisch aus DOTE und MOTE). Beide Stoffe sind fortpflanzungsschädigend. Sie werden beide bei der Herstellung von PVC eingesetzt und können daher auch in PVC-Artikeln auftreten.

Auf Initiative des Umweltbundesamtes schlägt Deutschland mit UV-320 und UV-328 zwei umweltschädliche Phenolbenzotriazole vor. Beide Stoffe sind UV-Filter und sollen wegen persistenter, bioakkumulierender und toxischer Eigenschaften (PBT) auf die Kandidatenliste aufgenommen werden.


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