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ECHA schlägt weitere 22 Stoffe für Zulassungpflicht vor

Bis zum 30. November ist es möglich, die nächsten Empfehlungen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) für die Fortschreibung des Anhangs XIV zu kommentieren. Der Anhang XIV umfasst alle besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC), die unter REACH zulassungspflichtig sind. Erstmals wird in dieser Kommentierungsrunde bereits nach möglichen sozioökonomischen Folgen einer Zulassungspflicht gefragt.

Die ECHA empfiehlt 22 weitere Stoffe in den Anhang XIV aufzunehmen. Darunter sind zwei kohlestämmige Stoffe, sieben Phthalate, sieben Bleiverbindungen, vier Borate, Nonylphenolethoxylate und 1-Bromopropan.

Die Nonylphenolethoxylate und einer der beiden kohlenstämmigen Stoffe (Anthracenöl) wurden auf Initiative des Umweltbundesamtes als SVHC identifiziert. Nonylphenolethoxylate werden in der Kläranlage und der Umwelt zu Nonylphenol abgebaut, das das Hormonsystem aquatischer Organismen beeinträchtigt. Anthrancenöl besteht unter anderem aus Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), die karzinogen wirken und PBT-Eigenschaften haben, d.h. sie verbleiben sehr lange in der Umwelt, reichern sich in Organsimen an und sind toxisch.

Über die Aufnahme in den Anhang XIV muss die EU im Regelungsverfahren mit Kontrolle entscheiden, d.h. die Kommission muss das Parlament beteiligen. Über den ECHA-Vorschlag aus diesem Fühjahr hat die EU noch nicht entschieden. Die aktuell zu kommentierende Liste ist deutlich länger als in den vergangenen Jahren, weil die ECHA ihr Priorisierungsverfahren geändert hat und nicht alle Stoffe bereits für die Listung im nächsten Jahr vorgesehen sind. Der Anhang XIV enthält derzeit 31 Stoffe.

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